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Obere Drau
Die Drau betritt das Kärntner Landesgebiet am Kärntner Tor in der Nähe von Oberdrauburg, ihren Ursprung hat sie jedoch auf italienischem Gebiet, am so genannten Doblacher Feld. Erst mit der Einmündung der Isel erhält die Drau ihren typischen Charakter als Gletscherfluss, der seine Abflussspitzen im Juni und Juli aufweist und seine niedrigsten Wasserstände im Jänner und Feber hat (ca. 20 m³/s). Die Obere Drau ist der Äschenregion zuzurechnen. Neben der Leitfischart Äsche sind Huchen, Neunauge, Bachforelle und Nase als bedeutende Fischarten anzuführen.

Untere Drau
Mit der Stauwurzel des Kraftwerks Paternion, einige Kilometer unterhalb von Spittal, ändert sich der Charakter der Drau schlagartig. Nicht etwa weil die Drau in eine andere Fischregion übertreten, oder sich der Talraum oder andere naturräumliche Rahmenbedingungen ändern würden, sondern durch die Intensität mit der der Kraftwerksbau die Drau bereits flussauf von Villach von einem ehemals herausragenden Huchen- und Äschengewässer zu einer unwirtlichen Stauseelandschaft degradiert hat.
In den Stauräumen wird nicht mehr auf Äsche und Huchen, sondern auf Arten gefischt, die der Kärntner vorab nur von den zahlreichen Seen kannte. Das große Problem für die fischereiliche Bewirtschaftung der Stauräume ist, dass das Wasser der Drau und ihre Temperatur eigentlich für die Forellenartigen und strömungsliebende Karpfenfische, wie die Nase oder die Barbe geeignet ist, dass diese Arten aber aufgrund des Fehlens von Strömung und Schotter nicht mehr jene Lebensbedingungen vorfinden, die sie unbedingt brauchen; andererseits die typischen Seefische dort auch nicht wirklich gut zurechtkommen.