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DIE RENKE:

Die Namen dieses Fisches sind vielfältig: Renke, Reinanke, Felchen, Maräne….Und tatsächlich können auch verschiedene Arten aus der Familie der wissenschaftlich Coregonen genannten Fische unterschieden werden. Dies aber streng genommen nur noch von Spezialisten auf dem Gebiete der Genetik
.Denn die Renkenarten sind sozusagen kreuz- und quergekreuzt worden - in Fischzuchten, sodass auch unter Kennern mittlerweile heftig diskutiert wird, ob es sich nun um eine Große Bodenrenke oder ein Schwebrenke handelt etc. - auf den Punkt gebracht: alles ist möglich.
In unseren Seen sind die Renken jedenfalls nicht heimisch, sondern wie so viele andere Fischarten auch durch Besatz in unsere Gewässer gekommen. Der Erfolg dieser Fische begründet sich in ihrem hervorragenden Geschmack und der geringen Zahl an lästigen Gräten. Besonders für die Berufsfischerei sind die Renken die ideale Beute schlechthin. Sie sind mit Netzen einfach zu fangen und die Chefköche rund um Millstätter- und Weißensee bieten sie gerne in den Speisekarten an.
Der Millstätter See beherbergt mittlerweile einen der dichtesten Renkenbestände überhaupt, der ehemals fremde Fisch ist zum Hauptbestandteil der Fischfauna des Sees geworden - leider auch auf Kosten tatsächlich heimischer Fischarten, wie der Seeforelle (siehe oben). Nachdem aber sowohl die Gastronomie als auch die Fischer die Renken lieben, wird sie auch heute noch im Übermaß in den See besetzt. Am Weißensee hat man den Renkenbestand bereits wieder reduziert. Der Sinn dahinter: Wenn es zu viele von ihnen gibt, wachsen sie nicht mehr so gut und schnell ab. Durch die Bestandesreduktion werden die Durchschnittslängen, der am Weißensee gefangenen Renken auch schon größer.
Renken ernähren sich hauptsächlich von den kleinsten Tieren unserer Gewässer, dem Plankton. Sie fressen Kleinstkrebse und ähnliche Planktontiere, ihre Hauptnahrung stellen aber Zuckmückenlarven. Nachahmungen dieser Mückenlarven sind auch der bevorzugte Köder beim Renkenfang. Die Schwarmfische bewohnen hauptsächlich das Freiwasser unserer Seen und halten sich, je nach Jahreszeit und Schichtung des Sees, in unterschiedlichen Wassertiefen aus, die es herauszufinden gilt, will man Renken erbeuten.