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DER WEISSENSEE

Eingebettet zwischen Triaskalkformationen der Gailtaler Alpen und umrandet von weißen Seekreidebänken liegt in 930 m Meereshöhe der türkisblaue, fjordähnliche Weissensee. Seine Größe (6,5 km²), seine Tiefe (max. 99m) und seine Nährstoffarmut (oligotropher See) machen ihn zu einem Paradebeispiel für den Typ eines Seeforellen-Sees. Seeforelle, Bachforelle, Seesaibling, Aitel, Schleie, Gründling, Elritze und Rotfeder zählen zum Urbestand.

Durch Besatzmaßnahmen in den letzten hundert Jahren dominieren heute jedoch Reinanken, Rotaugen, Karpfen, Hechte, Flussbarsche und Schleien den aus 18 Arten bestehenden Fischbestand. Eine abwechslungsreiche Fischweid ist also garantiert. Wie bei fast allen größeren Seen allerdings auf Kosten einiger autochthoner Arten. So sind z.B. die Seeforelle, der Gründling und die Elritze vor über 20 Jahren im Weissensee ausgestorbene. Die Seeforelle konnte mittlerweile wieder erfolgreich eingebürgert werden.
Das Fischereirecht ist im Besitz der Agrargemeinschaft der 5 Dorfschaften vom Weissensee. Seit dem Jahr 2004 gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Agrargemeinschaft und dem am Weissensee ansässigen Fischereibetrieb Mag. Martin Müller. Eine ökologisch ausgerichtete Bewirtschaftung, Seeforellen- und Maränenlaichfischfänge, Aufzucht und Besatz von Seeforellen, Seesaiblingen und Maränen, sowie die Vermarktung von Zucht- und Seefischen vor Ort sind die Kernpunkte dieser Symbiose.
Das erklärte Bewirtschaftungsziel ist ein natürlicher und ausgewogener Fischbestand der auch die Angler zufrieden stellt. Ein Kompromiss also zwischen fischökologischen Gesichtspunkten und Angeltourismus.